Was wäre, wenn wir uns wirklich trauen NEU zu denken?

Nicht alle, die wir um eine Stellungnahme zum Manifest gebeten haben, haben auch geantwortet. Die Antworten sind hier zusammengestellt zu finden.

Die Bildungsdiskussion ruht derzeit in unserer Wahrnehmung, das könnte an der Jamaika-Debatte liegen, oder gibt es eine generelle Müdigkeit. Und doch kursieren immer wieder Beiträge in den sozialen Medien, die ich höchst interessant finde.

Da war ein junger Mann in einer Talkshow, der nur zwei Jahre eine Schule besuchte und erzählt, wie er es trotzdem geschafft hat, alle Schulabschlüsse mit vorzeigbaren Ergebnissen zu absolvieren…

Und schon vorher kursierte ein Ausschnitt eines Gesprächs mit dem Philosophen Richard D. Precht über sein Buch „Anna, die Schule und der liebe Gott„, in dem er anregt, zu überlegen, wie Schule heute aussehen müsste, wenn wir sie komplett neu erfinden würden.

– Man muss ja nicht immer alles Alte über den Haufen werfen, aber ein anderer Blickwinkel würde schon einmal spannend sein. Die „Kopfstandtechnik“ ist übrigens eine gängige Kreativitätstechnik zur Lösungsfindung.

Liebe Bildungsmacher, werdet doch mal kreativ. Das macht Freude und es kommen erstaunlich Ergebnisse dabei heraus!

 

Doch was passiert? Statt sich die Fragen einmal offen anzusehen und einmal neu zu denken werden Umdenker kritisiert und als Hochstapler dargestellt.

 

Kritik an der Kritik

Ein etwas älterer Artikel kursierte und dabei kommen Hüther und Precht gar nicht gut weg. Klar, es ist ja auch einfacher, Menschen die in anderen Sphären denken, Paradigmen hinterfragen und nicht mehr als Gesetze gelten lassen, als Spinner abzutun und ihnen ihre Denk“fehler“ vorzuhalten, als einfach mal ins Blaue neu zu denken!

Meine Vermutung ist, diese Kritiker der Veränderung sind sehr strukturierte Menschen, die gerne und genau in die Details gehen. Das ist eine sehr nützliche Fähigkeit. Um neue Projekte gut zum Abschluss zu bringen, braucht es auch Menschen, die in einer Projektphase genau auf die Details sehen und Schwachpunkte ausmachen, um diese zu verbessern und das Projekt zu einem erfolgreichen Lauf, bzw. Abschluss zu bringen.

Doch leider sind wir noch lange nicht in dieser Projektphase und somit ist diese Kritik noch viel zu früh. Wir haben die Brainstormingphase ausgetreten, es sind alle Ideen vorhanden, es gibt handfest und sehr wohl umsetzbare Konzepte. Nun käme endlich die Umsetzungsphase! Nach ersten Erfahrungen brauchen wir Menschen, die jetzt genau hinsehen, was noch zu optimieren, weiter zu entwickeln wäre…. Doch dafür braucht es noch etwas Geduld….

Und noch mehr Geduld, wenn wir nicht endlich anfangen, die Umsetzung auch anzupacken….

Die Zeit läuft! Unsere Gesellschaft, unsere Zukunft braucht Veränderungen, bzw Reformen veralteter Systeme!